Straßenbahn Cottbus erhalten und erweitern – das spart Geld!
ProTramCottbus - Eine gemeinsame Initiative von IGEB, DBV, VCD, BUND, ProTramBerlin und Dieter Schuster, Cottbus
Zur offiziellen Website von ProTramCottbus: Pro-Tram-Cottbus.de

In der Cottbuser Stadtverwaltung wurde die Einstellung der Straßenbahn diskutiert. Oberbürgermeister Frank Szymanski hat sich nach heftigem Protest der Cottbuser Bevölkerung von der Komplett-Stilllegung distanziert. Aber ein zukunftsorientiertes ÖPNV-Konzept mit der Straßenbahn als attraktivem Rückgrat des Verkehrs steht noch aus. Deshalb haben mehrere Verbände, die sich in Brandenburg und Berlin für attraktiven öffentlichen Verkehr engagieren, und ein Cottbuser Bürger in einer gemeinsamen Initiative Argumente für Erhalt und Ausbau der Cottbuser Straßenbahn zusammengetragen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden in einer Broschüre veröffentlichent, die dem Oberbürgermeister und den Stadtverordneten vorgelegt und der Öffentlichkeit auf der Internetseite ProTramCottbus.de präsentiert wird.
- Das wertvolle Erbe der Stadt Cottbus darf nicht billigen Scheinlösungen geopfert werden.
Noch nie ist es einem Unternehmen gelungen, seinen Umsatz mit weniger Angebot zu steigern. Mit dem Konzept zur Abschaffung der Straßenbahn wurde die Stigmatisierung von Cottbus als "Stadt im Abstieg" gefördert. Dem haben die Bürger mit ihren Protesten ein Bekenntnis zu Cottbus entgegengesetzt. - Der Zuschussbedarf für den öffentlichen Verkehr verringert sich am nachhaltigsten, wenn dieser gut genutzt wird.
Die Straßenbahn als Zugpferd und Rückgrat des Cottbuser Nahverkehrs kann durch neue Strecken und einen attraktiven Fahrplan viele zusätzliche Fahrgäste gewinnen. Die Strecken zur Universität und zum Lausitzpark sind längst überfällig und können zusammen mit einer besseren Anbindung des Hauptbahnhofs ein erster Schritt dahin sein! Busse sind kein gleichwertiger Ersatz für Straßenbahnen. Busse fahren rund 10 Jahre, Straßenbahnfahrzeuge über 30 Jahre. Sie lassen sich gemeinsam mit anderen Straßenbahnbetrieben günstig in großen Serien beschaffen. Sie können mit neuen Technologien zur Energierückgewinnung ausgestattet werden – welcher Bus erzeugt beim Bremsen wieder Öl? Die Straßenbahn speist Strom zurück. Sie sind viel größer als Busse und bieten damit reichlich Platz auch für Rollstühle, Kinderwagen, Fahrräder und Rollatoren!
- Stadt und Straßenbahn brauchen sich gegenseitig.
Öffentliche Einrichtungen sind auf eine gute Erreichbarkeit auch ohne Auto angewiesen. Wohnstandorte ohne öffentlichen Verkehr grenzen von vornherein bestimmte Bevölkerungsgruppen aus. Stadtentwicklung und Verkehrsentwicklung müssen Hand in Hand gehen. Die Straßenbahn entlastet die Stadt vom Autoverkehr. So profitieren beide von größerem Zuspruch und die Stadt von weniger Zuschussbedarf. - In Zeiten des Klimawandels Fahrzeuge ohne Abgase abzuschaffen, zeugt von wenig Weitblick.
Der Cottbuser Luftreinhalteplan ist ohne Straßenbahn zum Scheitern verurteilt. Dabei geht es auch um den aus dem Umland hereinströmenden Autoverkehr – ein besseres regionales Bahn- und Busangebot sowie eine gute Verknüpfung zwischen allen Verkehrsmitteln (Tram am Hauptbahnhof) werden in Zukunft immer wichtiger. Damit die Straßenbahn ihre Basisfunktion auch erfüllen kann, muss sie entsprechend ausgestattet werden!
Deshalb appelliert die gemeinsame Initiative an alle Verantwortlichen:
Bekennen Sie sich zur langfristigen Beibehaltung der Straßenbahn. Schreiben Sie nicht nur den heutigen Zustand fort. Entscheiden Sie sich für den Ausbau und die Zukunft der Straßenbahn in Cottbus. Lassen Sie ein Konzept für Erhalt, Qualifizierung und Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Cottbus erarbeiten!
24. April 2009



Berliner Fahrgastverband IGEB, Christfried Tschepe
Deutscher Bahnkunden-Verband (DBV) LV Berlin-Brandenburg, Frank Böhnke
Verkehrsclub Deutschland VCD LV Brandenburg, Christoph Rudel
BUND LV Brandenburg, Martin Schlegel
ProTramBerlin, Ingolf Berger
Kontakt zum Bürgerbegehren:
Dieter Schuster
Zur offiziellen Website von ProTramCottbus: Pro-Tram-Cottbus.de
